Hochbehälter Reisperbachtal

Hochbehälter Reisperbachtal Post

Vor dem neu errichteten Wasserspeicher soll eine Betonskulptur errichtet werden, welche dem vorbeigehenden Wanderer und Besucher einen inszenierten Erlebnisweg bietet und gleichzeitig eine chiffrierte Entstehungsgeschichte des Wassers vermittelt. Das Objekt besteht aus ineinander und übereinander geschobenen Betonscheiben, welche eine zweite Haut vor der Fassade des Speicherbauwerks bilden und gleichzeitig eine Gebirgstektonik darstellen. Zwischen zweiter Haut und Wasserspeicher bildet sich somit eine Felsspalte, die durch die Lichteffekte von oben zugleich geheimnisvoll dunkel als auch befremdlich hell ist. Lichtstreifen verändern das Objekt zu jeder Tageszeit. Vorbeigehende sehen durch einen Schlitz in der Betonwand, dass sich in der Tiefe der Spalte Objekte (Vitrinen, Tafeln) befinden, welche Informationen über die Entstehung, den Transport und die Nutzung des Wassers aufbereiten. Besucher, die den Erlebnisweg durch die Spalte antreten, sehen die umgebende Landschaft, in welche der Speicher eingebettet ist, wie durch einen Bilderrahmen. Das Bild im Bilderrahmen lässt eine vollkommen neue Perspektive zu. Auf der Unterkante des Sehschlitzes befindet sich eine Wasserbox aus blauem Glas, welche das Wasser stilisiert darstellt und einen Hinweis auf das dahinterliegende Objekt, den Wasserspeicher, gibt. Die bestehende „Waldschule“ wird neu arrangiert. Mit einer Sitzgruppe soll sie Wanderer zum Verweilen einladen oder einer Schulklasse den Platz für eine Erklärung durch den Lehrer bieten. Mit diesem Projekt verfolgt das Wasserwerk Krems einen interessanten Ansatz, über die Errichtung des rein technischen Bauwerks hinausgehend einen kulturellen Anspruch einzulösen und Vermittlungsarbeit zum Thema Wasser zu leisten.


Fotos © Hertha Hurnaus